Paderborn (AK). Vorfreude, Aufregung und auch eine Portion Stolz sind Empfindungen, die die Nationalen Sommerspiele 2022 von Special-Olympics Deutschland in fünf Sportlern und den Verantwortlichen der TuRa Elsen auslösen. Bei der Großveranstaltung vom 19. bis zum 24. Juni in Berlin sind bis zu 4.000 Sportler mit und ohne Behinderung in 20 Sportarten am Start.

 

Michael Jähnert ist einer der TuRa Athleten mit geistiger Behinderung, die in Berlin an den Start gehen. Es ist bereits die sechste Teilnahme des Schwimmers an den bis 2018 alle zwei (seit 2018 alle vier Jahre) durchgeführten Nationalen Spielen. „Klar ist da inzwischen etwas Routine“, sagt er, „aber ich bin auch aufgeregt, weil ich nicht weiß, was mich dieses Mal alles erwartet.“ Besonders gespannt sei er auf die Neuen unter den anderen Schwimmern. Jähnerts Ziel: „Ich will mein Bestes geben, eine gute Leistung abliefern und eine Medaille gewinnen“, sagt er selbstbewusst. Eine weitere Motivationsspritze ist die mögliche Teilnahme an den nächsten Special-Olympics-Weltspielen, die 2023 ebenfalls in Berlin, und als weltweit größte inklusive Sportveranstaltung erstmals in Deutschland stattfinden. Berlin 2022 ist ein Qualifikationsevent, zu dem eigens auch 13 internationale Delegationen anreisen.
Mit Jähnert hoffnungsvoll am 18. Juni im Zug in die Bundeshauptstadt sitzen seine Vereins- und Schwimmkollegen Paul Bolinger, Justus Roggel (alle 25 Meter und 50 Meter Freistil), die Leichtathleten Steffen Rammert und Robert Schulte (beide Weitsprung und 100-Meter-Lauf) sowie die Trainer Niklas Schlangenotto, Max Gebker (Schwimmen), Rasmus Jakobsmeyer (Leichtathletik) und der Delegationsleiter Patrick Beiersdorfer. Bereits zuvor macht sich TuRa-Trainer Michael Tack per Drahtesel auf den Weg nach Berlin, wo er während der Wettkämpfe als Mitglied des Organisationsteams Leichtathletik die Volunteers koordiniert. „Sportler der TuRa Elsen haben seit der ersten Ausgabe in 1998 an allen Nationalen Special-Olympics teilgenommen“, betont Tack mit einem Anflug von Stolz in der Stimme, „unsere Athleten haben in den vergangenen zwei Monaten gut trainiert und den Rückstand der Corona-Pause aufgeholt.“ Matthias Brumby von TuRa-Elsen-Inklusionssport ergänzt: „Möglich gemacht hat die lückenlose Teilnahme an den Nationalen Spielen nicht zuletzt das Engagement von Stadtsportverband Paderborn, Förderverein Special-Olympics Paderborn und den Caritas Wohn- und Werkstätten Paderborn. Für deren regelmäßige Unterstützung unserer Special-Olympics-Aktivitäten sind wir sehr dankbar.“

Go to top